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Demografische Entwicklung bis 2010

Auswirkung auf wichtige kommunale Handlungsfelder - Herausforderungen der Zukunft - Bauen und Wohnen

Fakt:
Bis in das Jahr 2050 wird ein Bevölkerungsrückgang in Höhe von 15 % erwartet. Dies deutet auf einen langfristig absinkenden Wohnungsbedarf hin. Der Anteil der älteren Menschen wird stark steigen. Dem Rückgang des Bedarfs steht die Verkleinerung der Haushalte und die anhaltend wachsende Wohnflächenausstattung je Einwohner entgegen. Betreute Wohnungen für Senioren stellen zunehmenden Bedarf dar.

Auf die Kommunen kommen geballte Probleme zu:

Mit der Reduzierung der Haushalte und gleichzeitigem Wachsen der Wohnfläche je Einwohner reduziert sich die Einwohnerdichte. Somit sind pro Einwohner mehr laufende Meter Straßen zu unterhalten, zu entwässern und zu reinigen. Die Einwohnerzahl um eine ÖPNV-Haltestelle reduziert sich, die Auslastung sinkt; negative Auswirkungen auf die Kostenstruktur sind die Folge. Die Anforderungen an öffentliche Infrastruktureinrichtungen verschieben sich zugunsten von Angeboten für die Senioren. Kontaktpflege und Treffpunkte erhalten aufgrund der Alterung der Bevölkerung einen erhöhten Stellenwert.

Fazit:
Wenn auch für Pohlheim eine leichter Zuwachs der Bevölkerung bis 2020 prognostiziert wird, gelten die Fakten tendenziell auch für uns. Deshalb müssen wir das Leitbild der
kompakten Kommune konsequent weiterverfolgen.

Die Beplanung der Innenbereiche haben wir unter meiner Initiative vorausschauend bereits durchgeführt. Nur geringfügige Ergänzungen sind noch möglich. Die Konzentration auf die Arrondierung bebauter Gemeindeteile ist fortgeschritten und in Einzelfällen zu ergänzen, damit die vorhandene Infrastruktur bestmöglichst ausgelastet wird. Dies gilt besonders für die südlichen Stadtteile.

In den nördlichen Stadtteilen haben wir bereits die Planungen fertiggestellt, die den Prinzipien des Zusammenwachsens und der kurzen Wege folgen. Die Umsetzung steht an (z. B. Oberweg/Seechen) oder ist (Mühlweg-Gebiet) erfolgt. Bei der Werbung um Zuwachs gerade junger Familien ist der beschleunigte Ausbau der in Watzenborn-Steinberg, Garbenteich und Hausen vorhandenen Flächen unabdingbar und schleunigst durchzuführen.

Hierbei sind die Ziele:
Qualitätsvoller Wohnungsbau in Form des alten- wie familiengerechten Wohnungsbaus;
Qualitätsvolles Wohnumfeld für Familien und ältere Bevölkerung (klassisches Beispiel: Mühlweg und Oberweg rund um die „Neue Mitte“). Hier sind wir in weiser Voraussicht bereits auf gutem Wege und für die Aufgaben der Zukunft gewappnet. Deshalb muss eine zügige Umsetzung der Planungen erfolgen.

Karl-Heinz Schäfer
Bürgermeister

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